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Mit der historischen Feuerwehr-Oma nach Crawley - Tagebuch aus der Dorstener Zeitung (erstellt am 11.03.2017 von Dorstener Zeitung)

17.03.2017 - „Oma“ auf der Überholspur

1200 Kilometer, weltweite Kameradschaft und neue Freundschaften

DORSTEN. Um Spenden für die Dorstener Jugendfeuerwehr haben Bürgermeister Tobias Stockhoff, Mitglieder des Freundeskreises Crawley und des Löschzuges Lembeck mit ihrer Fahrt in die englische Partnerstadt Crawley vom 13. bis 17. März gebeten. Star der Tour war die „Oma“, ein Löschfahrzeug von 1958. Hier berichten die Reisenden von ihrem letzten Tag und ihrer Rückkehr.

Am letzten Tag frühstücken wir gemütlich in unserem wunderschönen Hotel‘s Lands Welvaren in Aardenburg. „Das Beste am Guten Morgen“ – also die Lektüre der Dorstener Zeitung als E-Paper – gehört auch fern der Heimat natürlich dazu. Pünktlich um 10 Uhr schnurrt dann Oma mit ihren 110 PS in Richtung Autobahn. Plötzlich ruft Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst an. Er macht eine Vortour für eine Hansefahrt und kommt Oma mit Lichthupe auf der anderen Autobahnseite entgegen.

Kurz vor Eindhoven in Eersel machen wir Mittagspause. Wir stärken uns mit einem kalorienarmen Mittagssnack (Frietjes, Frikandel und Mayo). Nur für Bernhard Mast und Tobias Stockhoff gibt es Apfelpfannkuchen: „Ist ja schließlich Freitag und Fastenzeit!“ Wie aber das anschließende Schokoeis zum Fasten passt, bleibt uns ein Rätsel.

Ankunft mit Blaulicht

In Duisburg sorgt der NRW-Verkehrsminister dafür, dass es Oma sogar mal auf die Überholspur schafft – der Stau macht es möglich. Unser Bürgermeister wird aber plötzlich nervös, als er den Zoll auf Rädern entdeckt. Als bekennender Schokoholiker hat er in Brügge sämtliche Schokoladengeschäfte leergekauft und damit wohl die Zollfreimenge deutlich überschritten. Um 16.45 Uhr treffen wir mit Blaulicht und Martinshorn zufrieden bei Georg Eckrath am Wacholderhäuschen zu einem Abschlusskaffee ein und werden von Freunden des Vorstandes des Freundeskreises Crawley herzlich empfangen.

Unser Fazit: 1200 Kilometer, die sich gelohnt haben! Die Feuerwehr pflegt eine weltweit einzigartige Kameradschaft. Sowohl innerhalb der Gruppe als auch zwischen Menschen aus Dorsten und Crawley sind neue Freundschaften entstanden. Und Ulla Küsters Deutschland-Schal ist auch fertig geworden…


16.03.2017 - Lembecker Platt als Weltsprache wird überall verstanden

„Oma“ und Familie nehmen Abschied

DORSTEN. Um Spenden für die Dorstener Jugendfeuerwehr haben Bürgermeister Tobias Stockhoff, Mitglieder des Freundeskreises Crawley und des Löschzuges Lembeck mit ihrer Fahrt in die englische Partnerstadt Crawley vom 13. bis 17. März gebeten. Star der Tour war die „Oma“, ein Löschfahrzeug von 1958. Hier berichten die Reisenden, was sie am letzten Tag der Reise erlebt haben:

Der Abschied aus der Partnerstadt fällt uns schwer. Leider geht es um 8 Uhr vom Übungsdepot der Feuerwehr in Horley schon in Richtung Kanalküste. Die englischen Kameraden stehen Spalier, als die Oma das Depot mit Sondersignal verlässt.

Unsere Fährreederei P&O provoziert eine Familienkrise. Oma und der Rest der Familie werden erbarmungslos getrennt. Der Mannschaftstransporter muss eine frühere Kanalpassage nehmen. Die alte Dame steht mutterseelenallein mit Chefmaschinist Werner Elwermann und Navigator Theo Weikamp im Nebel am Hafen in Dover. Auch wenn beide nur wenige Worte Englisch können – mit dem Lembecker Platt als Weltsprache wird man überall verstanden.

Motoröl und Bier

Der Rest der Crew optimiert den Vorsprung – endlich mal mehr als 77 km/h (Höchstgeschwindigkeit der Oma) – und besucht Brügge. Pragmatisch gibt Bernhard Mast der Oma-Crew telefonisch die Anweisung: „Fahrt nicht zu schnell, wir haben den Kaffee noch nicht auf. Nicht, dass Ihr vor uns in Aardenburg seid.“ Timing, das können wir. Um 19 Uhr findet die Familienzusammenführung in Aardenburg statt. Die Begrüßung fällt mit 1 Liter 15 W/40 – der Doppelkorn unter den Motorölen – für Oma und Bier für die Fahrer herzlich aus.

Daheim in Dorsten stößt die Crawley-Reise mit der „Oma“ ebenfalls auf viel Aufmerksamkeit. Künstler Ralph Heeger „verschenkt“ eines seiner Gemälde gegen eine Spende von mindestens 500 Euro für die Aktion. Wer Interesse hat, meldet sich direkt bei Ralph Heeger unter Tel. (0176)56893008.

15.03.2017 - Echtes Männerspielzeug

In Gatwick kommen die Oma-Fahrer aus dem Staunen nicht mehr heraus

DORSTEN. Um Spenden für die Dorstener Jugendfeuerwehr bitten Bürgermeister Tobias Stockhoff, Mitglieder des Freundeskreises Crawley und des Löschzuges Lembeck mit ihrer Fahrt in die englische Partnerstadt Crawley vom 13. bis 17. März. Star der Tour ist die „Oma“, ein Löschfahrzeug von 1958. Hier berichten die Reisenden, was sie und der Oldtimer an Tag 3 erlebt haben:

Der dritte Tag unserer Reise beginnt – natürlich – mit der Feuerwehr: Um 9 Uhr treffen wir uns an der Feuerwache Crawley und bekommen einen guten Einblick in den Alltag der fünf Wachabteilungen. Mit je neun Feuerwehrleuten besetzt, stellen sie den Brandschutz in unserer Partnerstadt mit ihren 111000 Einwohnern sicher.

Nutty Corners

Nach dem obligatorischen Tee und dem Kaffee für kontinentale Ignoranten sowie Marita Kipinskis traditionellen „Nutty Corners“ (Nussecken) – die übrigens auch Mandeln enthalten, wie der Bürgermeister empört feststellt – fahren wir weiter zum Flughafen nach Gatwick.

Während Ulla Küsters und Tobias Stockhoff erwartungsgemäß ohne Beanstandung durch die Sicherheitskontrolle kommen, müssen die anderen Mitfahrer ihre gesamte Schuhkollektion präsentieren. Die charmanten Münsterländer Flirtversuche von Bernhard Mast führen aber immerhin dazu, dass das Sicherheitspersonal und wir jede Menge Spaß haben. Auch hier geht es um rote Autos mit blauen Lichtern: Die Ahhhs und Ohhhs unserer drei Lembecker Feuerwehrmänner beim Betreten der gewaltigen Fahrzeughalle der Flughafenfeuerwehr Gatwick nehmen kein Ende. Und als die drei dann auch noch mit dem Speziallöschfahrzeug Panther von Rosenbauer – mit einem lächerlichen Stückpreis von 1,25 Millionen Euro – mitfahren dürfen, weiß auch der Letzte, was echtes Männerspielzeug ist. Übrigens, ein Reifen für diesen roten Riesen kostet mal eben 3000 Euro.

Spezielle Verbindung

Spannend auch der Einblick in das Trainingsflugzeug, eine nachgebaute Boeing 747, auf dem Übungsgelände der Feuerwache und die exklusive Rundfahrt über den gesamten Flughafen.

Dass wir unsere Reise der Unterstützung der Dorstener Jugendfeuerwehr widmen, begeistert die löschenden Kameraden in England übrigens sehr. Der Feuerwehrgeist ist eben eine sehr spezielle Verbindung über Ländergrenzen hinweg.

Es gibt ein Spendenkonto des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren e.V. (Stadtfeuerwehrverband), Stichwort „Crawley“, Volksbank Dorsten, IBAN DE28 4266 2320 0200 0063 00, BIC GENODEM1DST



14.03.2017 - Kühlwasser-Inkontinenz

Die Oma war ein Objekt der belgischen „Kontrolle“

DORSTEN. Um Spenden für die Jugendfeuerwehr Dorsten werben der Freundeskreis Crawley, Mitglieder des Löschzugs Lembeck und Bürgermeister Tobias Stockhoff mit ihrer Fahrt in die englische Partnerstadt. In einem Tagebuch schildern die Teilnehmer ihre Erlebnisse.

Der Sondereinsatz „Crawley“ startete am Montag pünktlich um 8 Uhr ab Rathaus Dorsten. Ohne Sondersignal, aber ausgestattet mit den guten Wünschen des Vorstandes des Freundeskreises Crawley, geht’s in Richtung A 31. Naja, eigentlich zieht zuerst nur die „Oma“ (ein Feuerwehr-Löschfahrzeug, Baujahr 1958) mit dem Bürgermeister und zwei Lembecker Wehrleuten in Richtung Auffahrt „Kirchhellen-Nord“ davon. Schließlich hat ihr die „jüngere Garde“ (alle Mitfahrer über 60) im folgenden Mannschaftstransporter einen ordentlichen Vorsprung gewährt.

Nach einer Dorfrundfahrt mit einem anschließenden gemeinsamen Tankstopp vor der niederländischen Grenze wird die Oma auf belgischer Seite von der „Technischen Controle“ – einer Art TÜV auf Rädern – unter viel Gelächter kontrolliert. Die Teilnehmer vermuten, weil die Oma auch für die Polizei als Objekt der Oldtimer-Begierde ein absoluter Hingucker ist. Ohne Beanstandungen (wenn man mal von Omas leichter Kühlwasser-Inkontinenz absieht) dürfen die acht Crawley-Fahrer, versehen mit einem Dokument und unter Einhaltung aller nationaler und internationaler Abgaswerte, wieder auf die Strecke in Richtung Antwerpen starten. Gegen 16 Uhr treffen sie in Lo-Reninge im Hotel „Oude Abdij“ bei herrlichstem Wetter ein. Nach einem guten Abendessen in De Panne an der belgischen Nordseeküste lassen sie den ersten Abend des Abenteuers bei diversen belgischen Bierspezialitäten gemütlich ausklingen und stoßen dabei an auf die Städtepartnerschaft und die Dorstener Jugendfeuerwehr.

13.03.2017 - Start am Montag um 8:00 Uhr vor dem Rathaus

Eine Geldspritze für die Jugend -Von Fahrt mit der „Oma“ soll Feuerwehrnachwuchs profitieren

DORSTEN. Um Spenden für die Jugendfeuerwehr Dorsten werben der Freundeskreis Crawley, Mitglieder des Löschzugs Lembeck und Bürgermeister Tobias Stockhoff mit ihrer Fahrt in die englische Partnerstadt. Pünktlich um 8 Uhr ging es am Montag los mit der „Oma“, einem historischen Löschfahrzeug von 1958. Nach den Spendenaktionen für den Hospizdienst und die Dorstener Förderschulen steht diese Aktion ganz im Zeichen eines sozialen Anliegens: Die Crawley-Fahrer möchten mit dieser Reise nicht nur Aufmerksamkeit wecken für die Städtepartnerschaft, sondern bitten die Dorstener Bevölkerung zugleich um Spenden für die beiden Gruppen der Dorstener Jugendfeuerwehr.

Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Viele Feuerwehren haben es schwer, Ehrenamtliche zu finden. In Dorsten ist das anders dank unserer gut aufgestellten Jugendgruppen im Norden und im Süden der Stadt. Diese sind eine tolle Möglichkeit für junge Leute, früh Kontakt zur Feuerwehr zu finden. Viele wechseln dann später auch in die Löschzüge. Bürgermeister Tobias Stockhoff, Bernhard Mast, Theo Weikamp und Werner Elwermann vom Lembecker „Team Oma“ sowie Marita Kipinski, Ursula Küsters, Martha und Dieter Zendel vom Freundeskreis Crawley hoffen, dass viele Dorstener die Jugendfeuerwehr unterstützen.

Es gibt ein Spendenkonto des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren e.V. (Stadtfeuerwehrverband), Stichwort „Crawley“, Volksbank Dorsten, IBAN DE28 4266 2320 0200 0063 00, BIC GENODEM1DST