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Mitbegründer der Städtepartnerschaft mit Crawley Jim Smith verstorben (erstellt am 10.11.2016 von Lokalkompas)

Dorsten/Crawley. Im Alter von 89 Jahren ist am Mittwoch, 9. November Jim Smith
verstorben, einer der Väter der Städtepartnerschaft zwischen Crawley und Dorsten. Im
August war er noch in Dorsten zu Gast, um die Stadtplakette in Gold entgegen zu nehmen,
die ihm als Würdigung für sein jahrzehntelanges Engagement verliehen wurde.

„Jim Smith war ein liebenswerter Mensch und ein großer Europäer, für den die Einigung
des Kontinents kein abstraktes Projekt war, sondern nur durch ein Miteinander der
Menschen und der Gemeinden gelingen konnte“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff am
Freitag. „In einer Zeit, in der viele das vereinigte Europa in Frage stellen, werden
wir seine Stimme schmerzlich vermissen.“

Jim Smith wurde 1927 in London geboren, lebte seit 1952 in Crawley, arbeitete als
Lehrer und Universitätsdozent. Seit 1968 gehörte er dem Stadtrat an und war viermal
Bürgermeister der Stadt. Er gehörte zu den Initiatoren der Städtepartnerschaft mit
Dorsten, die 1973 besiegelt wurde. 25 Jahre lang war er Vorsitzender des dortigen
Freundeskreises, danach sein Ehrenvorsitzender.

Er hat ungezählte Begegnungen angestoßen, hat Besuche und Gegenbesuche von
Sportvereinen, Chören, Schulklassen und Theatergruppen vermittelt und oft begleitet,
stellte sein Haus als Gastquartier zur Verfügung und wohnte bei Besuchen in Dorsten
ebenfalls als Gast bei Freunden. 1981 radelte er mit dem damaligen Stadtdirektor Ken
Newell von Crawley nach Dorsten – die Ankunft in der Lippestadt stieß auf große
Beachtung. Er war auch daran beteiligt, dass Dorsten 1982 eine englische Telefonzelle
und einen Briefkasten als Geschenk in Empfang nehmen konnte. Erst im Sommer sind die
beiden Symbole dieser Städtepartnerschaft von der Recklinghäuser Straße zum St. Anna-
Stift umgezogen.

„Mit seinen Angehörigen und unseren Freunden in Crawley werden auch viele Dorstener um
Jim Smith trauern. Alle, die ihn kannten, werden ihn als wirklich feinen Kerl in
Erinnerung behalten“, so Bürgermeister Stockhoff.