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Goldene Stadtplakette für Jim Smith - Vorreiter der Städtepartnerschaft (erstellt am 29.08.2016 von Frederike Jäschke DZ)

Ob Briten und Deutsche ohne Jim Smiths Zutun am Samstag in Dorsten so freundschaftlich beisammen gesessen hätten? Wahrscheinlich nicht. Dank seines Engagements konnten sich in den letzten Jahrzehnten zwischen Dorstenern und Bürgern aus Crawley enge Freundschaften entwickeln.

Bei der „Farewell-Party“ zum Abschluss des Besuchs in Dorsten wurde dem Briten für seine „außerordentlichen Bemühungen um die Städtepartnerschaft“ im Gemeindezentrum Johanneskirche die Stadtplakette in Gold verliehen. So war die Abschiedsparty für die englischen Gäste nicht „the same procedure as every year“, sondern ein Abend ganz zu Ehren von Jim Smith.

Der heute 89-Jährige hat den Freundeskreis Dorsten-Crawley gegründet, war jahrelang dessen Vorsitzender und darf sich heute stolz „Ehrenpräsident“ nennen. Weiterhin saß er 39 Jahre lang im Stadtrat von Crawley und war viermal Bürgermeister. Seit seiner Alzheimer-Diagnose hat er sich zum Ziel gesetzt, seine Stadt zu einem besseren Ort für demente Menschen zu machen. Im vergangenen Jahr wurde Jim Smith für seine Verdienste um die Stadt schon zum „Member of the Order of the British Empire“ ernannt. Diese Auszeichnung verlieh ihm die Queen persönlich.

„Ein großer Europäer“

Tobias Stockhoff nannte ihn in seiner Dankesrede einen „großen Europäer“ und eine Schlüsselfigur für Städtepartnerschaften in ganz Europa. Er habe nicht nur über Städtepartnerschaften geredet.

Auch Crawleys Bürgermeister Raj Sharma würdigte seinen Amtsvorgänger in einer kurzen Rede, in der er sein vielfältiges Engagement beschrieb. Leider ging es Smith gesundheitlich am Samstagabend nicht besonders gut, weshalb er seine Frau bat, die Dankesrede für ihn zu halten. Die Plakette sei für ihren Mann ein Tribut für die Stadt und ihre Bürger.

Frederike Jäschke

Programm
Nach ihrer Ankunft am Samstag vor einer Woche wurden die britischen Gäste mit einem zweisprachigen Gottesdienst und einem Laienspiel willkommen geheißen.

Während ihres einwöchigen Aufenthalts erkundeten die 35 Gäste aus Crawley Dorstens nähere und fernere Umgebung.

So ging es am Montag zuerst zu Tobias Stockhoff, der sie mit der Vorführung des Sketches „Dinner for Elizabeth“ humorvoll begrüßte.

In den kommenden Tagen ging es zum Kloster Dahlheim, nach Paderborn, Utrecht und Dorn.

Im kommenden Jahr wird dann eine Dorstener Gruppe nach Crawley fahren.