Geschichte

Guy berichtet über die Guy-Fawkes Night in Dorsten (erstellt am 28.02.2012 von Peter Günther)

Inzwischen ist es Tradition geworden, der Freundeskreis Dorsten - Crawley feiert die Guy-Fawkes-Night auch in Deutschland, und zwar im Wachholderhäuschen in Dorsten.

Lesen Sie den Bericht, wie sich Guy-Fawkes persönlich dabei fühlte. Zunächst ist das Ganze etwas mit geistiger Arbeit verbunden. Ich erhielt ingesamt vier Mails mit meinem Text in verschiedenen Variationen. Das ist ja auch grundsätzlich kein Problem, es sind nur zwei Zeilen. Wenn es denn nicht in einer fremden Sprache, dem guten alten Englisch geschrieben wäre. Um den Text zu behalten, lernte ich ihn dann auch erst kurz vor der Aufführung auswendig und prüfte das mit Marita und Philip. Zur Senkung der Nervosität habe ich dann zunächst ein Bier bestellt und "rein in das Kostüm aus Sackleinen!" Eine Mütze fehlte noch, die bekam ich von Klaus geliehen. Das Pulverfass in der Hand, erschreckte ich die Leute und vor allen Dingen die Kinder, die Mechthilds Einführung draußen im Garten bei Nieselregen und Nebel lauschten. Dann kam Bischof Ralph auf die Bühne und das kurze Schauspiel begann. Er war im vollen Talar, nur die LED-Lampe an seiner Stirn verriet, dass wir uns nicht im Jahre des Herrn 1604 befanden. Die Sache wurde für mich brenzlich, denn er einen Sergant alias Maurice im Schlepptau, der nichts anderes wollte, als mich zu finden und zur Strecke zu bringen. Also versuchte ich mich so gut es ging, in der Dunkelheit und in der Masse der Besucher zu tarnen, doch der Bobbi Maurice fragte gezielt nach mir und hatte mich auch bald am Schlafittchen. Er zerrte mich vor den Bischof, der die Anklage verlas. Ich verteidigte mich mit dem zuvor sorgfältig gelernten Text, aber aber es hatte keinen Sinn. Entweder waren meine Worte doch nicht richtig ausgesprochen oder das Verfahren war verfahren und nicht fair. So wurde ich zum Tode durch Verbrennen nach Folter und Vierteilung verurteilt. Der Scheiterhaufen brannte schon. Nein keine Sorge, dieses Ritual wird nicht genutzt, um den Altersduchschnitt des Freundeskreises zu senken. Bevor es zu heiß wurde, kam der Austausch mit einer Strohpuppe, die im weiteren Verlauf lichterloh brannte. Den umherstehenden sensationslustigen Gaffern wurde Glühwein gereicht und sie zündeten noch eine Wunderkerze an, bevor sich das Spektakel nach Innen verlegte. Hier gab es den traditionsreichen Parkin Kuchen , den Marita fristgericht 6 Wochen vor dem Fest gebacken hatte und der während der vorschriftsgemäß langen Lagerung gut gereift gereicht wurde. Die berühmten englischen Chips mit virtiosen Geschmacksrichtungen lagen bereit. Auch eine gute Suppe gegen die Kälte wurde ausgeschenkt. Wer singen wollte, bekam die Auflage: GEMA in den Garten, hier kostet es Gebühr. So klang das Fest beim Biere leise aus und wir freuen uns auf das nächste Mal. Ich habe zwar nicht richtig Brand gehabt, aber es war schön. Euer Guy-Fawkes - alias Peter